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Ein klares JA.

Denn die EZB kauft ohne Unterlass Staatsanleihen auf, z. B. aus Italien. Bis zum Ende des Jahres wird dieses Programm noch anhalten. Folglich steigt die Geldmenge rasant an. Bei einer recht gleichförmigen Wirtschaftsentwicklung mit einer Wachstumsrate von weniger als 2 % bedeutet diese Entwicklung, dass die Preise und damit die Inflationsraten steigen.

Im Gegensatz dazu erhalten Sie aber für Ihre Ersparnisse, die Sie sicher angelegt wissen möchten, keine Zinsen mehr. Bei höheren Guthaben verlangen einige Banken inzwischen sogar „Strafzinsen“. Die Kaufkraft des Geldes sinkt also von Jahr zu Jahr.

Politiker freuen sich.

Der Regierung kommt eine hohe Inflationsrate gerade recht. Denn diese entwertet nicht nur das Sparguthaben der Menschen, sondern auch die Staatsschulden. Das veranlasst wahrscheinlich so manche schwarze Null, sich die Hände zu reiben.

Es ist aber noch viel schlimmer

Offiziell läge die Inflationsrate in Deutschland bei 1,1 bis 1,7 % heißt es. Doch schon die Zahl ist nicht eindeutig, weil verschiedene Inflationsraten gemessen werden, je nachdem, welchen Basiszeitraum Sie zugrunde legen. Von entscheidender Bedeutung ist aber Ihre individuelle Inflationsrate. Und die liegt womöglich schon im zweistelligen Bereich. Greifen wir nur einen Umstand heraus. Wenn Sie beispielsweise allein leben, ihre elektronischen Geräte nicht jedes Jahr neu kaufen, dafür aber Pendler mit hohem Kraftstoffverbrauch sind, haben Sie beste Chancen auf eine erheblich höhere Inflationsrate als 1,7 %.

Wie können Sie sich wehren?

Da Sie keinen Einfluss auf die Politik haben, brauchen Sie eine individuelle Lösung. Dazu müssen Sie Ihr Geld dem System, das Sie „enteignet“ entziehen, will heißen von den Nullzinskonten der Banken und Versicherungen holen. Und dann müssen Sie Nischenanlagen suchen, die Ihnen bei hoher Kapitalsicherheit eine Rendite über der Inflationsrate einbringen. Das ist nicht ganz einfach. Wenn Sie aber von dem Grundsatz ausgehen „Nicht bei Banken anlegen, sondern wie Banken“ werden Sie fündig. Eine Möglichkeit besteht z. B. darin, Ihr Kapital als Darlehen an den Eigentümer einer Immobilie zu vergeben. Das dürfen Sie mindestens einmal ohne besondere Erlaubnis tun. Von dem Hauseigentümer erhalten Sie dann zur Sicherheit eine Grundschuld und Zinsen zwischen 4 % bis 7 % p.a.